Höchste Zeit zur Stärkung der Immunabwehr für den Winter

Wenn sich der Sommer verabschiedet, macht uns das kalte und regnerische Wetter anfälliger für Erkältungen und andere Krankheiten. Und wenn der Winter einbricht, ist das noch häufiger der Fall. Auch das Heizen unserer Wohnräume hilft nicht, denn es trocknet die Atemluft aus, was wiederum unsere Schleimhäute austrocknet und sie noch anfälliger für Infektionen macht.

Wie können wir unser Immunsystem jetzt stärken, damit uns das kalte Wetter nicht überrumpelt und uns die Viren nicht ins Bett bringen?

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass nicht nur die Ernährung unser Immunsystem beeinflusst, auch wenn sie eine äußerst wichtige Rolle spielt. Auch Bewegung, Stress, der Aufenthalt an der frischen Luft und die Qualität des Schlafs sind wichtige Faktoren, die sich auf unsere Widerstandsfähigkeit auswirken.

Weniger Stress

Die Welt hat sich verändert: Sie verlangt Innovation, Flexibilität, Effizienz, schelle Reaktionen und unsere ständige Verfügbarkeit. Die Folgen davon könnte man als das bezeichnen, was wir als „normalen Stress“, als psychologischen Stress, kennen. Man kann die Ursachen von Stress in chemische (Umweltverschmutzung, Wasser, Lebensmittelkonservierungsstoffe usw.) und physische (Verletzungen, Krankheiten) Ursachen einteilen.

Der Körper nimmt Stress als eine Art Bedrohung wahr und richtet seine gesamte Aufmerksamkeit darauf – d. h. er schaltet auf „Kampf oder Flucht“ und schaltet die anderen Körperfunktionen auf Standby. Das bedeutet, dass alle Funktionen, die in diesem Moment nicht überlebenswichtig sind, nicht genügend Energie für ein normales Funktionieren haben. Und leider gehören zu diesen Funktionen die Verdauung, der Stoffwechsel, die Regeneration und die Funktion des Immunsystems.

In prähistorischen Zeiten erlebten die Menschen eher kurzfristigen Stress, etwa durch einen Tierangriff, und beruhigten sich dann wieder. Das Problem heutzutage ist, dass Stress chronisch geworden ist – was bedeutet, dass auf Dauer auch das Immunsystem immer schlechter funktioniert. Es ist daher sehr wichtig, dass wir lernen, Stressreaktionen zu minimieren oder natürliche Lösungen zu finden, um sie zu beruhigen.

Bewegung im Winter

Da Bewegung die Blutzirkulation im Körper fördert, unterstützt sie auch die Funktion unseres Immunsystems. Frische Luft stärkt das Immunsystem und entgiftet den Körper durch schnelleres Atmen.

Ein Grund mehr dafür, dass Bewegung in der Natur viel besser ist als in geschlossenen Räumen, ist das Vitamin D, das im Körper unter Sonneneinstrahlung gebildet wird. Und da es im Winter weniger Sonne gibt, ist Bewegung im Freien noch wichtiger!

Wie sieht es mit der Ernährung aus?

Gerade in der heutigen Zeit müssen wir darauf achten, dass unser Immunsystem optimal funktioniert und dass wir uns richtig ernähren. Das bedeutet, dass die meisten Vitamine und Mineralstoffe, die eine wichtige Rolle für die Immunität spielen, aus biologischen, lokal angebauten und saisonalen Lebensmitteln stammen.

Doch nur wenige Menschen verzehren heute ausreichende Mengen an hochwertigem Obst und noch weniger Gemüse. Und da die heutigen Lebensmittel auch ziemlich nährstoffarm sind, kann es sein, dass wir noch immer einen Mangel an bestimmten Vitaminen oder Mineralstoffen haben, und es ist ratsam, sie zu ergänzen. Zur Unterstützung des Immunsystems sind dies sicherlich Zink sowie die Vitamine C und D, die sich auch gut miteinander kombinieren lassen, indem sie gleichzeitig eingenommen werden können.

Vitamin C und D sowie Zink für mehr Widerstandsfähigkeit

Vitamin C ist einer der bekanntesten Vitalstoffe, der für unsere Gesundheit unerlässlich ist und dem Körper täglich in ausreichender Menge über die Nahrung zugeführt werden muss. Als starkes Antioxidans ist Vitamin C äußerst wichtig für das optimale Funktionieren des Immunsystems.

Kiwis, Paprika, Beeren und Zitrusfrüchte sind zum Beispiel hervorragende Vitamin-C-Lieferanten. Für Menschen mit empfindlichem Magen ist es besonders empfehlenswert, Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C in einer Esterform einzunehmen, die nicht säurehaltig und daher magenfreundlich ist. Gleichzeitig ist diese Form von Vitamin C auch geeignet, Gewebe zu erreichen, die von herkömmlichem Vitamin C (Ascorbinsäure) nicht erreicht werden können. Da es fettlöslich ist, wird es von den Zellmembranen aufgenommen und bleibt länger im Körper.

Auch Vitamin D ist für ein gut funktionierendes Immunsystem unerlässlich, aber es wird nur doch Sonnenstrahlung gebildet. Der Körper ist in der Lage, es zu speichern, aber seine Reserven schwinden in der Regel im Herbst, wenn wir den Sonnenstrahlen weniger ausgesetzt sind – und die Covid-19-Maßnahmen führen zu einem noch größeren Mangel, wenn wir mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen. Vitamin-D-Mangel führt zu einem geschwächten Immunsystem und äußert sich am häufigsten in Atemwegsproblemen.

Zink ist das zweitwichtigste Spurenelement im Körper. Es ist an mehr als 300 enzymatischen Prozessen beteiligt und ist auch für die Funktion des Immunsystems selbst von großer Bedeutung. Der Körper kann Zink nicht speichern, daher muss es täglich zugeführt werden. Gute Zinkquellen sind Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse, verschiedene Samen sowie Muscheln und andere Meeresfrüchte, die jedoch oft mit Schwermetallen belastet sind.

Menschen, die eher zu einem Zinkmangel neigen, wie ältere Menschen, Raucher, regelmäßige Alkoholkonsumenten, Veganer und Vegetarier, körperlich aktive Menschen und schwangere Frauen, sollten besonders auf ihre Zinkzufuhr achten. Es wird empfohlen, Zink als Nahrungsergänzungsmittin in chelierter Form zu verwenden, da dies eine hohe Absorption und Bioverfügbarkeit gewährleistet.

Heimat des Immunsystems – der Darm

Da sich mehr als 70 % der Zellen des Immunsystems im Darm befinden, ist es nicht verwunderlich, dass das Darmmikrobiom die Grundlage für ein gut funktionierendes Immunsystem ist. Das Darmmikrobiom setzt sich aus allen Mikroorganismen zusammen, die im Darm vorkommen. Wenn das Mikrobiom gut reguliert ist (d. h. das Verhältnis von nützlichen, neutralen und pathogenen Bakterien stimmt), schützt es uns erfolgreich vor Eindringlingen aus der Umwelt. Es sorgt auch für einen besseren Stoffwechsel und eine bessere Aufnahme von Nährstoffen, an denen es uns, wie bereits erwähnt, heutzutage oft mangelt.

Ätherische Öle

Ätherische Öle haben viele positive Auswirkungen auf unseren Körper. Da sie antiseptisch, antimykotisch und antibakteriell wirken, unterstützen sie unser Immunsystem und viele Menschen verwenden sie, um die Qualität der Raumluft im Winter zu verbessern. Einige ätherische Öle enthalten Stoffe, die die Nasenschleimhaut abschwellen lassen und so das Atmen bei Schnupfen erleichtern, andere helfen bei der Schleimabsonderung und einige sogar bei Husten. Eukalyptus, Pfefferminze, Rosmarin und Zimt gehören sicherlich zu den beliebtesten ätherischen Ölen im Winter.

Schlafqualität

Viele von Ihnen haben sicher Schlafprobleme. Sei es, dass Ihr Schlaf nicht ausreicht, nicht regelmäßig oder von schlechter Qualität ist. Für Erwachsene liegt die optimale Schlafdauer zwischen 7 und 9 Stunden – und das ist eine der Voraussetzungen für einen gut funktionierenden Körper und damit ein gut funktionierendes Immunsystem. Schlafentzug oder eine schlechte Schlafqualität über einen langen Zeitraum hinweg führen zur Entwicklung vieler chronischer Krankheiten und verringeren gleichzeitig unsere Widerstandskraft gegen Infektionen.

Es liegt wirklich an uns, für unsere Immunität zu sorgen. Sorgen Sie selbst dafür, dass uns die Herausforderungen des Winters so wenig wie möglich zu schaffen machen!

 

Mehr zu diesem Thema lesen Sie im Buch „Heilkräuter und Gewürze gegen Viren“.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.